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„Großes
Kino, große Schau – Vorhang auf beim ICV“ lautet das Motto der Saison
2008/09 beim Ichtershäuser Carneval Verein. Von
James Bond bis Kung Fu, vom „Fluch der Karibik“ bis zum Märchen bieten
die Narren in ihren Büttenabenden einen bunten Streifzug durch die
Glitzerwelt des Kinos. Wer braucht da schon Brad Pitt oder Angelina Jolie.
Beim ICV heißen die Stars Tanzmariechen, Prinzengarde, „Kiesgrubenfans“
oder Bütteredner wie Heiko Zitzmann und Werner Gölitz. Die „Mountkittchen“
Produktion präsentiert Spaß, Lacher, Stimmung und gute Laune am Fließband.
Dafür würde sogar der Saal aufpoliert. „Die Gemeinde hat richtig viel
Geld in die Hand genommen“, dankte ICV-Präsident Matthias Kittel. Neue Stühle,
neue Farbe an den Wänden – da bekam das Bürgerhaus gleich mehr Charme
als den der alten Schulspeisung, die es einst war. Den karnevalistischen Pep
verpasste ihm dann Elferratsmitglied Uli Beyer mit seirn Delta-Werbung. Nur
größer konnte ihn niemand zaubern und so heißt es für die Kittchenhäuser
Narren auch weiterhin: Jedes Wochenende zwei Büttenabende, um die enorme
Nachfrage zu bewältigen. Bis zum Aschermittwoch wird es insgesamt an die 20
Veranstaltungen gegeben haben. Wie beim Film geht auch beim Karneval nichts
ohne Kostüme, Kulissen, Maske, Trainerinnen, Fahrer oder Techniker. Für
all die fleißigen Helfer gibt es ebenfalls ein Dankeschön vom Präsidenten,
ebenso für die Sponsoren und Förderer. „Ohne
die wäre Karneval auf solch hohem Niveau nicht möglich“, betonte Kittel,
während Prinz Bernd II und ihre Lieblichkeit Yvonne II Orden verteilten.
Das
Niveau beim ICV kann sich wie immer sehen lassen. Fast vier Stunden Programm
bringt man auf die närrische Filmbühne. Da gibt es feurige Gardetänze,
Mariechen mit sportlichen Höchstleistungen, lustige Ulkballetts, Stimmungslieder
und natürlich die besondere Stärke der Kittchenhäuser Büttenreden, bei
denen garantiert jeder lacht. Schon längst sind nicht nur die alten Hasen
als Wortakrobaten aktiv sondern hat sich auch der Nachwuchs seinen festen
Platz am Pult erobert. Gleiches gilt für die Tanzformationen, in denen
ehemalige Prinzenpaare ebenso die Beine schwingen wie die kleinen „Pflänzchen“
der Kindergarde. Und wenn das Nachwuchsmariechen mal ausfällt, springt halt
die Trainerin ein. Immerhin bringt Cathlen Anschütz jahrelange
Tanzerfahrung mit. „Ach
es ist so bitter, weg ist das Haus mit dem Namen „Zum Ritter“, was
Nicole Härtel in ihrer Büttenrede als „Nostalgische Kinogängerin“
bedauert, empfinden wohl viele Ichtershäuser genauso. Das Kino, es wurde
vor Jahren ein raub der Flammen. Nun lebt es in der aktuellen Session des
Ichtershäuser Carneval Vereins wieder auf. Einen Oscar hätten sich alle Mitwirkenden
allemal verdient
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