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Ichtershausen
– Zimmermeister Thomas Gerngroß war es vorbehalten, den Richtspruch zum
Richtfest des neuen Gemeindesportzentrums neben der Schule zu halten. Er
dankte den Handwerkern und wünschte dem weiteren Bau gutes gelungen.
Politiker des Ortes, Vertreter vom Kreissportbund und der beteiligten
Baufirmen feierten anschließend gemeinsam. Dabei waren sich alle einig.
Ichtershausen kann stolz auf das sein, was hier geschaffen wird. „Hoffenheim
ist auch ein kleiner Ort“ wagte Christian Juckenack, Staatsekretär im Thüringer
Ministerium für
Wirtschaft, Technologie und Arbeit, sogar den Vergleich mit dem
Bundesligisten. Vielleicht, so sein Gedanke, nimmt ja der Sport in
Ichtershausen in Zukunft eine ähnliche Entwicklung. Noch lässt nur die
zusammengeschobene Erde den künftigen Rasenplatz erahnen, sind die
Handwerker am Sozialgebäude zu Gange, doch der Bau schreitet seit dem 8.
Juni rasch voran. „Bisher ist
uns das Wetter günstig gesonnen“; sagte Planer Joachim Casparius. Bis
Jahresende, so hofft er, werden die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen
sein. Trotzdem wird es bis zur endgültigen Inbetriebnahme noch dauern. Der
Naturrasen des Spielfeldes muss bis Sommer nächsten Jahres anwachsen. Mit
dem Sportzentrum erfüllt sich die Gemeinde nach dem kürzlich eingeweihten
Badneubau ein weiteres lange geplantes Ziel. „Pläne gab es seit
1991/92“, so Vizebürgermeister Uwe Möller. Nun werden über 3,5
Millionen Euro in die Hand genommen. „Das ist eine große Investition“,
so Möller. 853 000 Euro steuert
das Land bei. Für
Juckenack vor allem eine Investition
in den Kinder- und den Breitensport. Der Standort neben der Schule wurde
bewusst gewählt. Die über 200 Kinder der Grund- und Regelschule sollen
dann endlich auch ordentliche Bedingungen für Schulsport im Freien
erhalten. Außerdem, so Möller, rechne man aufgrund des Ausbaus des
„Erfurter Kreuzes“ mit Einwohnerzuwachs. Damit würde die
Sportplatzsituation noch prekärer. Der bisherige sei bautechnisch total
verschlissen. „Wir hoffen dass es neben dem Fußball dann auch wieder
Leichathletik und andere Sportarten in Ichtershausen gibt“, sagte er. Die
Voraussetzungen werden jedenfalls bestens sin. Gebaut wird eine Typ C-Anlage
mit vier Rund- und sechs Sprintbahnen. Das Rasenfeld in der Mitte entspricht
den notwendigen Voraussetzungen. Weit-, Hochsprung- und Wurfanlagen
entstehen ebenfalls. Die Tribüne soll zirka 420 Zuschauern Platz bieten und
auf 20 Meter überdacht werden. Vor allem hier lässt man sich Erweiterungsmöglichkeiten
offen. Im Sozialgebäude entstehen je zwei
Trainer- und Spielerkabinen sowie ein Vereinsraum. Ein Allwetterplatz mit
Kunststoff wird die Möglichkeit für Volleyball, Basketball, Tennis oder
Kleinfeldhandball bieten. Außerhalb des umzäunten Sportplatzgeländes
entsteht ein Bolzplatz für die Ichtershäuser Kinder. Ein begrünter Wall
soll das ganze zum Wohngebiet hin abschirmen. „Manche
werden sagen, das Ganze ist zu groß für den Ort“, so Casparius. Der Bau
sei aber im Kontext mit den umliegenden Orte und nicht nur als für
Ichtershausen gedacht, zu sehen. „In Arnstadt gibt es zum Beispiel
Unterkapazitäten.“ Christian Juckenack wusste derweil auch für die Eröffnung
einen prominenten Namen ins Spiel zu bringen: „Wie wäre es damit, Herrn
Bolt einzuladen?“
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