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24.08.2009 Richtfest am Gemeindesportzentrum

Ichtershausen – Zimmermeister Thomas Gerngroß war es vorbehalten, den Richtspruch zum Richtfest des neuen Gemeindesportzentrums neben der Schule zu halten. Er dankte den Handwerkern und wünschte dem weiteren Bau gutes gelungen. Politiker des Ortes, Vertreter vom Kreissportbund und der beteiligten Baufirmen feierten anschließend gemeinsam. Dabei waren sich alle einig. Ichtershausen kann stolz auf das sein, was hier geschaffen wird. „Hoffenheim ist auch ein kleiner Ort“ wagte Christian Juckenack, Staatsekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, sogar den Vergleich mit dem Bundesligisten. Vielleicht, so sein Gedanke, nimmt ja der Sport in Ichtershausen in Zukunft eine ähnliche Entwicklung. Noch lässt nur die zusammengeschobene Erde den künftigen Rasenplatz erahnen, sind die Handwerker am Sozialgebäude zu Gange, doch der Bau schreitet seit dem 8. Juni rasch voran.  „Bisher ist uns das Wetter günstig gesonnen“; sagte Planer Joachim Casparius. Bis Jahresende, so hofft er, werden die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen sein. Trotzdem wird es bis zur endgültigen Inbetriebnahme noch dauern. Der Naturrasen des Spielfeldes muss bis Sommer nächsten Jahres anwachsen. Mit dem Sportzentrum erfüllt sich die Gemeinde nach dem kürzlich eingeweihten Badneubau ein weiteres lange geplantes Ziel. „Pläne gab es seit 1991/92“, so Vizebürgermeister Uwe Möller. Nun werden über 3,5 Millionen Euro in die Hand genommen. „Das ist eine große Investition“, so Möller.  853 000 Euro steuert das Land bei. Für Juckenack vor allem eine Investition in den Kinder- und den Breitensport. Der Standort neben der Schule wurde bewusst gewählt. Die über 200 Kinder der Grund- und Regelschule sollen dann endlich auch ordentliche Bedingungen für Schulsport im Freien erhalten. Außerdem, so Möller, rechne man aufgrund des Ausbaus des „Erfurter Kreuzes“ mit Einwohnerzuwachs. Damit würde die Sportplatzsituation noch prekärer. Der bisherige sei bautechnisch total verschlissen. „Wir hoffen dass es neben dem Fußball dann auch wieder Leichathletik und andere Sportarten in Ichtershausen gibt“, sagte er. Die Voraussetzungen werden jedenfalls bestens sin. Gebaut wird eine Typ C-Anlage mit vier Rund- und sechs Sprintbahnen. Das Rasenfeld in der Mitte entspricht den notwendigen Voraussetzungen. Weit-, Hochsprung- und Wurfanlagen entstehen ebenfalls. Die Tribüne soll zirka 420 Zuschauern Platz bieten und auf 20 Meter überdacht werden. Vor allem hier lässt man sich Erweiterungsmöglichkeiten offen. Im Sozialgebäude entstehen je zwei Trainer- und Spielerkabinen sowie ein Vereinsraum. Ein Allwetterplatz mit Kunststoff wird die Möglichkeit für Volleyball, Basketball, Tennis oder Kleinfeldhandball bieten. Außerhalb des umzäunten Sportplatzgeländes entsteht ein Bolzplatz für die Ichtershäuser Kinder. Ein begrünter Wall soll das ganze zum Wohngebiet hin abschirmen. „Manche werden sagen, das Ganze ist zu groß für den Ort“, so Casparius. Der Bau sei aber im Kontext mit den umliegenden Orte und nicht nur als für Ichtershausen gedacht, zu sehen. „In Arnstadt gibt es zum Beispiel Unterkapazitäten.“ Christian Juckenack wusste derweil auch für die Eröffnung einen prominenten Namen ins Spiel zu bringen: „Wie wäre es damit, Herrn Bolt einzuladen?“